22.06.2007  Geistiges Eigentum, Medien und Informationstechnologie • Gesetzgebung • 

Vereinheitlichung der Markenwertmessung durch gemeinsamen Standard geplant

Die Vielfalt der Methoden zur Ermittlung des Wertes von Marken ist derzeit kaum überschaubar. So kann dieser beispielsweise durch Feststellung der Beträge, die ein Unternehmen bei Nutzung der Marke an Lizenzgebühren fiktiv zahlen müsste, ermittelt werden.

Auch ist die Methode gängig, Cashflows, Umsätze oder Gewinne in Anteile aufzuteilen, die zum einen durch die Marke erwirtschaftet werden und zum anderen auf andere Faktoren wie Produkt und Standort zurückzuführen sind. Insgesamt jedoch macht es die Uneinheitlichkeit der Markenwertermittlung einem Unternehmen schwer, den Markenwert so zu ermitteln, dass er weltweit nachvollziehbar ist.

Nunmehr soll ein weltweit einheitlicher Standard für Markenwertmessungen geschaffen werden. Die Initiative hierfür geht vom Deutschen Institut für Normung (DIN) aus. Ein internationales Gremium soll den besten Weg zu Markenbewertung aufzeigen. Bereits Mitte 2006 stellte das Deutsche Institut für Normung den Antrag für dieses Gremium beim Zentralsekretariat der Internationalen Organisation für Normung (ISO) in Genf. Am 15. und 16. März 2007 schließlich trafen sich Experten aus 10 Ländern zur ersten Sitzung des ISO-Projektkomittees „Markenwertmessung“ am Sitz des Deutschen Instituts für Normung in Berlin. Auf dieser Sitzung wurde die Erarbeitung einer ISO-Norm mit Anforderungen, Methoden und Verfahren zur monetären Markenwertmessung beschlossen.

Mit dem Erscheinen einer solchen Norm wird jedoch erst im Jahre 2010 gerechnet.