26.04.2004  M&A, Gesellschafts- und Steuerrecht • Gesetzgebung • 

Arbeitgeberzuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (§ 3 Nr. 34 EStG)

Zahlt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zusätzlich zum Arbeitslohn einen Fahrtkostenzuschuss für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln, blieben diese Fahrtkostenzuschüsse bisher steuerfrei. Auch der geldwerte Vorteil, den ein Arbeitnehmer dadurch erlangte, dass sein Arbeitgeber mit einem öffentlichen Verkehrsunternehmen einen Vertrag über Fahrkarten abschloss (Jobticket), blieb bisher steuerfrei.

Für Lohnzahlungszeiträume ab 2004 entfällt die Steuerfreiheit des Fahrtkostenzuschusses und des Jobtickets. 

Die betroffenen Arbeitnehmer müssen künftig die Fahrtkostenzuschüsse ihres Arbeitgebers bzw. den geldwerten Vorteil aus dem Jobticket der Lohnsteuer und der Sozialversicherung unterwerfen.

Gestaltungsempfehlung
Wegen des Wegfalls der Steuerbefreiung sollte bei Zuschüssen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte überlegt werden, ob sich der Arbeitgeber für eine Pauschalbesteuerung nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG unter Ansatz einer pauschalen Lohnsteuer von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und pauschaler Kirchensteuer entscheidet. Die Pauschalbesteuerung hat den Vorteil, dass der pauschal besteuerte Arbeitslohn nicht der Sozialversicherung unterliegt, so dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge einsparen.